Kueche
Ebenso wie sich die Mischung der verschiedenen Völker auf das vielfältige Erscheinungsbild der heutigen Dominikaner niedergeschlagen hat, hat diese Mischung auch die Dominikanische Küche hervorgebracht. Spanische, Afrikanische und sogar noch einige Einflüsse der Tainos machen sich in ihr bemerkbar. Insgesamt lässt sich die dominikanische Küche als schlicht und herzhaft bezeichnen. Es sind meist viele Gewürze und Saucen im Spiel. Als Hauptzutaten dienen verschiedenste Fleischsorten (Huhn, Ziege, Schwein und Rind), Fisch, Meeresfrüchte und was der Gemüsegarten alles hergibt (und das ist auf dem fruchtbaren Boden der dominikanischen Republik so einiges). Häufig gehören Bohnen und Reis zu den Grundlagen. Dazu frittierte Bananenscheiben und die nach Nüssen schmeckende Maniok-Wurzel (Yukka genannt).
Eine Spezialität, die eindeutig auf die Tainos zurückgeht, ist das leckere Fladenbrot, das mit Maniokmehl gebacken wird. Man nennt es Taino-Yuccabrot. Frittierte, mit Hackfleisch gefüllt Teigtaschen aus Maniokmehl werden Catibia genannt. Überhaupt werden viele Teigwaren - gefüllt mit Fleisch, als Pastete, oder einfach so – angeboten.
Beliebt ist auch eine kräftige Hühnerbrühe namens Asopado. Sie enthält Reis, Tomaten, Pfefferschotten, Erbsen und Knoblauch. Ein anderes Hühnergericht sind Chicharrones de Polo. Das ist frittiertes Hühnerfleisch, das bis zu zwei Stunden in Oregano, Zitronensaft und Sojasauce eingelegt wurde. Diese Zwischenmahlzeit erhält man an vielen der kleinen so genannten Comedores. Das sind kleinere Restaurants. Erwähnen muss man auch das Nationalgericht der Dominikaner. Bandera Dominica ist in der Tat ein „Nationalgericht“. Farblich erinnert es an die Nationalflagge der Dominikanischen Republik. Es besteht aus roten Bohnen, Reis, Maniok, Schweinefleisch, Süßkartoffeln und gebratenen oder gekochten Bananen. Wer jetzt noch nicht zu dem Schluss gekommen ist, dass die Dominikaner ausgewiesene „Fleischfresser“ sind, der möge sich bitte folgendes Gericht vorstellen: Sancocho Pieto ist ein Fleischeintopf, der mit sieben (!) verschiedenen Sorten Fleisch zubereitet wird. Die genaue Zusammensetzung ist regional unterschiedlich. Als Süßspeise ist Habichuelas don Dulce einen Versuch wert. Dabei handelt es sich um einen Brei aus Kokosfleisch, Süßkartoffeln, Bohnen und einer süßen Kondensmilch.
Freunde des Rums werden in der Dominikanischen Republik ihr El Dorado finden. Gleich drei große und anerkannte Sorten werden dort destilliert. Barcelló, Bermúdez, und Brugal heißen die der Marken, die in der ganzen Karibik berühmt sind. Die jüngeren Sorten finden meist in Cocktails Verwendung, während die älteren und gereiften Sorten für den puren Verzehr Gedacht sind.